Nicole Schneider-GrainProfilerin · Verkaufspsychologie
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Dein Leadmagnet bringt keine Leads? Hier ist, was du ändern musst

Leadmagnet funktioniert nicht

Susanne hatte ein Workbook als Leadmagnet. Und eigentlich war es gut.

Um zu zeigen, warum Leadmagneten häufig nicht funktionieren, habe ich mir überlegt: Ich zeige es dir an einem echten Beispiel. Ich möchte dir gerne Susanne vorstellen.

Susanne ist Empowerment-Coach und arbeitet mit hochsensiblen Unternehmerinnen. Mit Frauen, die viel wahrnehmen und viel mit sich tragen, und die immer wieder mit Selbstzweifeln kämpfen, auch wenn sie nicht gern darüber sprechen.

Diese Selbstzweifel sorgen dafür, dass diese Frauen nicht so richtig losgehen, dass sie nicht die Preise aufrufen, die sie eigentlich wert sind, und nicht die Kundinnen gewinnen, die sie sich wünschen. Dabei liegt es nicht an ihrer Expertise. Es ist diese kleine Stimme im Kopf, die flüstert, sie seien noch nicht so weit.

Genau für diese Frauen ist Susanne da. Also hat sie sich richtig viele und richtig gute Gedanken gemacht und daraus ein Workbook zum Thema Selbstzweifel gebaut.

Nur leider hat dieses Workbook nicht den Anklang gefunden, den Susanne sich gewünscht hat. Mit genau einer Frage ist sie bei mir in der Teestunde gelandet: Nicole, warum funktioniert mein Leadmagnet nicht?

In diesem Artikel nehme ich dich mit: warum ihr Workbook nicht funktionieren konnte, welche Fehler dahintersteckten, warum das Fehler sind, an denen ganz viele Leadmagneten scheitern, und was wir am Ende daraus gemacht haben.

Warum gute Leadmagneten häufig scheitern

Ich habe mir Susannes Workbook angeschaut und muss zugeben: Inhaltlich war es ziemlich genial. Es hat das Kernproblem ihrer Zielgruppe, nämlich diese Selbstzweifel, wirklich an der Wurzel gepackt. Es war durchdacht, optisch aufwendig gestaltet und sehr umfangreich.

Und genau das ist das Problem.

Susanne hat keinen Leadmagneten gebaut. Sie hat ein Produkt gebaut, und zwar eines, das ich ehrlich gesagt nicht kostenlos rausgeben würde. Als druckbares Arbeitsheft bei Amazon KDP für 9,99 Euro hätte es deutlich besser funktioniert.

Und das sehe ich bei vielen Leadmagneten: Sie sind eigentlich ein viel besseres Miniprodukt.

Ein Leadmagnet funktioniert nach anderen Regeln als ein Produkt, und wer das nicht weiß, steckt Monate an Arbeit in etwas, das am falschen Ort landet.

Könnte es sein, dass auch du eher ein Miniprodukt erstellt hast als einen Leadmagneten?

Die drei häufigsten Fehler, die Leadmagneten unbrauchbar machen

Er braucht zu lange

Ein Leadmagnet, der gut funktioniert, ist in fünf Minuten konsumiert. Susannes Workbook war so angelegt, dass man sich wirklich Zeit nehmen und ernsthaft damit arbeiten musste. Wer es gewissenhaft durchging, saß leicht eine Stunde daran. Das ist zu viel für einen ersten Kontakt.

Er geht zu tief rein

Ein Leadmagnet soll keine vollständige Lösung liefern, er soll zeigen, dass du das Problem verstehst. Susannes Workbook wollte die Selbstzweifel sofort an der Wurzel packen. Aber ihre Zielgruppe steht an einem ganz anderen Punkt, wenn sie das erste Mal auf ihre Inhalte stößt.

Er beantwortet eine Frage, wirft aber keine neue auf

Ein guter Leadmagnet gibt einen echten Impuls und öffnet gleichzeitig die nächste Tür. Er macht neugierig auf mehr. Wenn nach dem Konsum alles gesagt ist, gibt es keinen Grund weiterzugehen.

Warum ein falscher Titel die Conversion killt

Aber bevor wir überhaupt über Tiefe und Konsumzeit reden, gab es ein noch grundlegenderes Problem, und das hatte mit dem Titel zu tun.

Nicht damit, dass er nicht catchy genug war oder keinen Hook hatte, sondern damit, dass Susannes Zielgruppe nach diesem Titel schlicht nicht sucht.

Susanne arbeitet mit Unternehmerinnen, die mit beiden Beinen in ihrem Business stehen. Frauen, die liefern, die funktionieren, die nach außen alles im Griff haben. Und ja, im Hintergrund laufen Selbstzweifel mit. Aber diese Frauen googeln nicht nach „Selbstzweifel überwinden", das würden sie sich nicht mal eingestehen.

Deswegen gilt: Verkauf deiner Zielgruppe, was sie haben wollen. Gib ihnen, was sie brauchen.

Das Kernproblem von Susannes Zielgruppe sind die Selbstzweifel, das stimmt. Aber ein Guide mit „Selbstzweifel" im Titel wird nie gefunden, weil niemand danach sucht. Der Leadmagnet muss dort abholen, wo der Kunde gerade wirklich steht.

Was würde dein Kunde eigentlich googeln, um sein Problem zu lösen?

Die eine Frage, die in deinen Leadmagneten-Titel gehört

Also haben wir gemeinsam herausgefunden, welchen Satz sich Susannes Zielgruppe ständig selbst erzählt.

Er lautet: „Ich muss erst noch... bevor ich... kann."

Ich muss erst noch mehr Testimonials sammeln, bevor ich die Preise erhöhen kann. Ich muss erst noch fleißiger sein, bevor ich mir eine Pause gönnen kann. Ich muss erst noch wissen, wer ich bin, bevor ich sichtbar sein kann.

Welche Frage stellt sich dein Kunde wirklich?

Genau dieser Satz gehört in den Titel des Leadmagneten, nicht das Wort „Selbstzweifel", das niemand googelt, sondern die Formulierung, die deine Zielgruppe täglich selbst denkt.

Warum das Format über den Erfolg deines Leadmagneten entscheidet

Aber Susannes Problem war nicht nur der Titel, es war auch das Format. Sie hatte ein tiefes, durchdachtes Workbook entwickelt, das echte Selbstreflexion verlangt. Inhaltlich richtig, aber ihre Zielgruppe sind Unternehmerinnen, die liefern, die funktionieren, die wenig Zeit haben und schnelle Impulse wollen. Diese Frauen sind durchaus selbstreflektiert, aber sie wollen kein Arbeitsheft, das eine Stunde braucht. Sie wollen etwas, das in fünf Minuten einen echten Aha-Moment auslöst.

Das Workbook hat also gleich dreifach nicht gepasst: vom Titel, vom Umfang und vom Format.

[Welches Leadmagnet-Format passt zu welchem Persönlichkeitstypen? Dazu erscheint bald ein eigener Artikel hier auf dem Blog.]

Bist du dir sicher, dass dein Leadmagnet-Format zu deinem Kunden passt?

Wie ein KI-Leadmagnet funktioniert, der wirklich konvertiert

Susannes Zielgruppe sind keine Einsteigerinnen. Das sind Unternehmerinnen, die schon einiges gesehen haben, die selbst wissen, was ein Leadmagnet ist, die wahrscheinlich in ihrem Leben schon den ein oder anderen heruntergeladen haben, und die von dem, was Standard ist, ehrlich gesagt ein bisschen gelangweilt sind. Diese Frauen merken sofort, wenn etwas nach Vorlage riecht.

Das bedeutete: Wir durften kreativer werden.

Ich bin ziemlich KI-affin, und ich habe Susanne gefragt, ob sie sich vorstellen kann, mit mir etwas zu bauen, das es so noch nicht gibt: einen KI-Zwilling von ihr, der ihrer Zielgruppe in Echtzeit sagt, was hinter dem Satz steckt, den diese Frauen sich täglich selbst erzählen.

Und damit wurde KiSanne geboren.

Susanne Kästner und ihr KI-Zwilling KiSanne High-Five

Du gibst deinen Satz ein, und KiSanne antwortet. Am besten probierst du es gleich selbst aus: [Link zur KiSanne]

Dieser Leadmagnet ist ungated, das bedeutet, du musst dich nicht eintragen. Es wird noch keine E-Mail gesammelt. Wir überzeugen erst mit dem Ergebnis. Erst nach dem Ergebnis wirst du zu einer Eintragung weitergeleitet.

Was ein Workbook auf Seite drei noch erklärt hätte, macht KiSanne in unter einer Minute.

Was viele KI-Produkte vergessen

KiSanne ist kein anonymer Chatbot. Zwischen den Antworten begegnet die Nutzerin auch Susanne als Person, mit ihrer Geschichte, ihrer Haltung, ihrem Blick auf das Thema.

Ein Leadmagnet hat noch eine zweite Aufgabe, die genauso wichtig ist wie der Inhalt: Er muss Vertrauen schaffen, nicht nur in die Methode, sondern in den Menschen dahinter.

Vom Leadmagneten zum Miniprodukt: die Mut-zur-Umsetzung KiSanne

Wenn wir einen Leadmagneten erstellen, ist es sinnvoll, direkt ein Miniprodukt daran anzuschließen. Denn ein guter Leadmagnet beantwortet eine Frage und wirft eine neue auf, und diese neue Frage wird im besten Fall mit einem Miniprodukt beantwortet.

In Susannes Fall ist die Mut-zur-Umsetzung KiSanne entstanden. Während die erste KiSanne den Spiegel hinhält und zeigt, warum man sich diesen Satz erzählt und was dahinter steckt, will man im nächsten Schritt wissen: Wie werde ich das los?

Der größte Fehler beim Miniprodukt erstellen

Die meisten Coaches erstellen an dieser Stelle einen Mini-Kurs oder etwas, das Wissen aufbaut. Auch davon würde ich abraten, denn die Kunden sind selten auf der Suche nach mehr Wissen. Sie wollen wissen: Wie setze ich etwas um?

Der Beweis, dass es funktioniert

Gestern hat Susanne mir geschrieben: Das erste Miniprodukt ist verkauft worden.

Dabei hat sie es gerade mal in ihren WhatsApp-Status gepackt und in zwei Stories auf Instagram beworben.

Susanne selbst war anfangs ziemlich skeptisch, ob das gut funktionieren könnte, weil es so ein anderer Ansatz ist als alles, was sie bisher kannte. Und selbst ihr Mann meinte: „Das klingt echt wie du."

Einen Leadmagneten bauen mit Vertriebsmagie: so geht's

Falls du beim Lesen überlegst, einen neuen Leadmagneten zu erstellen, der viel besser zu dir und deiner Zielgruppe passt, möchte ich dir kurz den Workshop Day vorstellen.

Susanne hat das in einem Workshop Day mit mir erarbeitet. Der Workshop Day ist ein intensiver gemeinsamer Arbeitstag, an dem wir gemeinsam die Strategie entwickeln und direkt umsetzen. Am Ende des Tages gehst du mit einem fertigen Funnel nach Hause.

Ich habe dir heute gezeigt, warum Leadmagneten scheitern und was einen macht, der wirklich funktioniert. Aber ich kann dir nicht sagen, wo es genau bei dir hängt, weil ich dein Business und deine Zielgruppe nicht kenne.

Wenn dich der Workshop Day interessiert, schau gerne hier vorbei: [Link zum Workshop Day]

Wenn du möchtest, dass ich mir deinen bestehenden Leadmagneten oder Funnel einmal anschaue, bevor du neu baust: [Link zum Funnel Profiling]

Und falls du dich fragst, was die Teestunde ist: Die Teestunde ist mein kostenfreies Q&A, bei dem ich mir deinen Business Case live anschaue. Sie findet jeden Mittwoch um 14:00 Uhr statt: [Link zur Teestunde]