Nicole Schneider-GrainProfilerin · Verkaufspsychologie
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Welches Leadmagnet-Format passt zu deiner Zielgruppe?

Leadmagnet Format Persönlichkeitstyp

Wenn ein Leadmagnet nicht funktioniert, liegt es selten am Inhalt

Die meisten Coaches, die mit ihrem Leadmagneten nicht vorankommen, fragen sich: Was stimmt mit meinem Thema nicht? Was fehlt im Text? Brauche ich eine andere Landingpage? Oder einfach mehr Sichtbarkeit?

Ich analysiere mittlerweile seit über 15 Jahren Leadmagneten, Funnels und Kommunikationsstrategien, und ich kann dir sagen: Es liegt selten am Inhalt. Zu wenig Traffic kann manchmal eine Rolle spielen, aber ich sehe noch ein ganz anderes Problem, und zwar eines, das die wenigsten wirklich auf dem Schirm haben.

Ein echter Conversion-Killer kann das Format deines Leadmagneten sein.

Welches Leadmagnet-Format nutzt du? Ein einfaches PDF? Ein Quiz? Einen Workshop? Und weißt du eigentlich, welches Format wirklich zur Persönlichkeit deines idealen Wunschkunden passt?

Nein? Dann lies diesen Artikel.

Was das Verhalten deiner Zielgruppe dir verrät

Als Profilerin schaue ich auf Menschen anders als die meisten. Ich höre nicht nur, was jemand sagt. Ich schaue, wie er es sagt, was er weglässt und wie er auf Dinge reagiert.

Und genau das mache ich auch, wenn ich mit Coaches oder Selbstständigen an ihrem Leadmagneten arbeite. Ich schaue nicht zuerst auf das Thema. Ich schaue auf die Zielgruppe.

Viele glauben, ihren Kunden gut zu kennen. Sie haben sich ausführlich mit den Problemen und Wünschen befasst. Aber viel zu wenige können mir wirklich sagen, wie ihr Kunde sich verhält. Das Verhalten ist aber ausschlaggebend dafür, dass ein Leadmagnet gut performt, dass er geklickt wird, dass er konsumiert wird und dass er im Prozess weiter zu einer Buchung führt.

Und das Verhalten ist auch ausschlaggebend dafür, welches Format gut zu dem Kunden passt. Denn nicht jedes Format passt automatisch zu jedem Persönlichkeitstyp.

Menschen sind unterschiedlich. Nicht nur in dem, was sie wollen, sondern vor allem darin, wie sie Inhalte konsumieren, wann sie handeln, was sie überzeugt und was sie abschreckt.

Ein Leadmagnet, der für einen Typ sofort zieht, lässt einen anderen komplett kalt, obwohl das Thema für beide relevant wäre.

Vier Verhaltensprofile, vier Leadmagnet-Formate

Ich arbeite in meiner Arbeit mit einem Modell, das auf den Big Five der Persönlichkeitspsychologie aufbaut. Vereinfacht gesagt unterscheide ich vier Persönlichkeitstypen, die sich nach zwei Achsen einordnen lassen: ihrer Handlungspräferenz und ihrer Wahrnehmungspräferenz.

Die Handlungspräferenz kennst du wahrscheinlich aus dem Alltag. Jemand ist entweder eher proaktiv, handelt also aus eigenem Antrieb und geht Dinge aktiv an, oder eher reaktiv, wartet also auf Impulse von außen und braucht mehr Sicherheit, bevor er einen Schritt geht.

Die Wahrnehmungspräferenz beschreibt, durch welche Brille jemand seine Welt betrachtet. Hier gibt es ebenfalls zwei Ausprägungen: personenbezogen, also der Fokus liegt auf Beziehung, Vertrauen und dem Menschen dahinter, oder sachorientiert, also der Fokus liegt auf Ergebnis, Fakten und dem konkreten Nutzen.

Aus diesen zwei Achsen ergeben sich vier Persönlichkeitsprofile. Und für jedes davon funktionieren bestimmte Leadmagnet-Formate deutlich besser als andere.

Der Entscheider: proaktiv und sachorientiert

Der Entscheider, dargestellt durch eine Person mit rotem Zylinder, proaktiv und sachorientiert

Dieser Typ weiß, was er will, und er will es jetzt. Er handelt aus eigenem Antrieb, recherchiert eigenständig und braucht keine langen Erklärungen. Er bewertet Angebote danach, was sie ihm konkret bringen, nicht danach, wer dahintersteht.

Er hat wenig Zeit und noch weniger Geduld für Umwege. Er will das Ergebnis, nicht den Weg dorthin. Wenn dein Leadmagnet auf Seite zwei noch immer erklärt, warum das Thema wichtig ist, hat er längst aufgehört zu lesen.

Was funktioniert: kurze Checklisten, kompakte Schnell-Guides, Sofort-Vorlagen. Das Format muss in fünf Minuten konsumierbar und direkt umsetzbar sein. Kein langer Einleitungstext, keine Hintergrundgeschichten, keine weichen Formulierungen.

Was nicht funktioniert: Workbooks mit vielen Reflexionsfragen, E-Books mit Theorieteilen, alles was nach „nimm dir Zeit dafür" klingt.

Der Ton, der ihn abholt: Klar, direkt, ergebnisorientiert. „In 10 Minuten umsetzbar" ist ein Versprechen, das er versteht.

Der Enthusiast: proaktiv und personenbezogen

Der Enthusiast, dargestellt durch eine Person mit gelbem Zylinder, proaktiv und personenbezogen

Dieser Typ ist begeisterungsfähig, energiegeladen und geht Dinge mit vollem Einsatz an. Er handelt proaktiv, aber er braucht dabei Inspiration und das Gefühl, mit jemandem zu interagieren, nicht nur etwas abzuarbeiten.

Er will sich einbringen. Er will nicht nur lesen, er will etwas erleben. Trockene Fakten ohne Emotionen lassen ihn kalt, aber ein Quiz, das ihm in drei Minuten etwas über sich selbst verrät, hat ihn sofort.

Was funktioniert: Quizze, Challenges, kreative Workbooks mit viel Raum für eigene Gedanken, interaktive Formate. Hauptsache, es passiert etwas. Hauptsache, es macht Spaß.

Was nicht funktioniert: Sachliche Reports, Tabellen, nüchterne Anleitungen ohne Persönlichkeit.

Der Ton, der ihn abholt: Lebendig, motivierend, mit echten Fragen. „Finde heraus, was dich einzigartig macht" trifft ihn mehr als „Lerne die fünf Schritte".

Der Beziehungsmensch: reaktiv und personenbezogen

Der Beziehungsmensch, dargestellt durch eine Person mit grüner Baskenmütze, reaktiv und personenbezogen

Dieser Typ entscheidet nicht aus dem Bauch heraus und nicht aus reiner Vernunft, sondern aus Vertrauen. Er beobachtet erst, bevor er handelt, und er handelt erst, wenn er sich sicher fühlt. Die Beziehung zur Person ist für ihn genauso wichtig wie das Angebot selbst.

Er braucht kein schnelles Ergebnis. Er braucht das Gefühl, dass jemand ihn durch den Prozess führt. Er liest alles, er macht alles, aber er braucht Klarheit darüber, was als Nächstes kommt.

Was funktioniert: Schritt-für-Schritt-Anleitungen, persönliche Guides mit wertschätzendem Ton, Ressourcenlisten mit Erklärungen. Er mag es, wenn der Leadmagnet sich anfühlt wie ein ruhiges Gespräch, nicht wie ein Pitch.

Was nicht funktioniert: Aggressive Verkaufssprache, Dringlichkeitselemente, zu viele Optionen auf einmal.

Der Ton, der ihn abholt: Warm, geduldig, führend. „In deinem eigenen Tempo" und „Schritt für Schritt" sind Formulierungen, die bei ihm landen.

Der Analytiker: reaktiv und sachorientiert

Der Analytiker, dargestellt durch eine Person mit blauer Melone und Brille, reaktiv und sachorientiert

Dieser Typ handelt erst, wenn er genug Informationen hat. Er ist gründlich, skeptisch und bewertet Angebote nach Logik und Belegen, nicht nach Bauchgefühl oder Begeisterung. Er braucht Zeit, aber wenn er überzeugt ist, ist er wirklich überzeugt.

Er vertraut keinem Versprechen ohne Beweis. Er liest jeden Satz, prüft jede Aussage und fragt sich: Wo sind die Daten? Wenn dein Leadmagnet keine Substanz hat, verliert er das Interesse noch bevor er zur Hälfte angekommen ist.

Was funktioniert: Case Studies, Vergleichsreporte, faktenbasierte Guides mit Zahlen und konkreten Beispielen. Er darf tief gehen, er will tief gehen, aber es muss logisch aufgebaut und sauber strukturiert sein.

Was nicht funktioniert: Motivierende Storys ohne harte Fakten, spielerische Formate, emotionale Übertreibungen.

Der Ton, der ihn abholt: Präzise, sachlich, mit Tiefe. „Studien zeigen" und „in der Praxis bedeutet das" sind Formulierungen, die er ernst nimmt.

Kennst du deinen Kunden wirklich?

Kannst du mir jetzt beantworten, zu welchem dieser vier Profile dein idealer Wunschkunde gehört?

Hier kommt der Punkt, an dem ich ehrlich mit dir sein muss.

Die meisten Coaches, die ich frage, sagen sofort: Ja, ich kenne meine Zielgruppe gut. Und dann erzählen sie mir, wie alt sie ist, was sie beruflich macht und dass sie sich mehr Leichtigkeit wünscht.

Aber das ist kein Kundenprofil. Das ist eine demografische Beschreibung.

Und es gibt noch eine zweite Falle, in die fast alle tappen: Sie schließen von sich selbst auf ihren Kunden. Sie würden selbst ein Workbook mögen, also erstellen sie ein Workbook. Sie lesen selbst gerne lange Artikel, also schreiben sie lange Artikel. Sie sind selbst analytisch, also bauen sie einen faktenbasierten Guide.

Gleich und gleich gesellt sich gern, das stimmt für Freundschaften. Aber im Business zieht man nicht automatisch den eigenen Typ an. Und selbst wenn: Ein Coach, der selbst ein Enthusiast ist, arbeitet vielleicht am liebsten mit Entscheidern, weil die schnell buchen und klar kommunizieren.

Von sich auf den Kunden zu schließen ist der häufigste und teuerste Fehler bei der Leadmagnet-Erstellung.

Oder noch häufiger: Man erstellt einen Leadmagneten, der dem Kunden gibt, was man für ihn für richtig hält. Aber zwischen dem, was der Kunde haben will, und dem, was er braucht, liegt ein riesiger Unterschied. Und ein Leadmagnet muss immer dort ansetzen, wo der Kunde gerade steht, nicht dort, wo er deiner Meinung nach stehen sollte.

Drei Fragen, die dir mehr über deinen Kunden verraten als du denkst

Wenn du dir nach den vier Profilen nicht sicher bist, zu welchem Typ dein Kunde gehört, dann möchte ich dir drei Fragen mitgeben, die ich im Businessprofiling stelle, wenn ich eine Zielgruppe psychologisch einordne.

Und bevor du jetzt sagst: „Ich kenne meine Zielgruppe gut" – ich höre diesen Satz sehr oft. Und dann stelle ich genau diese Fragen. Und sehr häufig kommt dabei ein anderes Bild heraus als erwartet.

Stell dir eine konkrete Person vor, deinen idealen Wunschkunden, und beantworte die folgenden drei Fragen für ihn. Notiere dir jeweils den Buchstaben deiner Antwort.

Dein Wunschkunde hat ein neues Ziel. Was macht er als erstes?

A: Er legt direkt los, Hauptsache erstmal in Bewegung kommen. B: Er macht einen Plan und geht dann Schritt für Schritt vor. C: Er spricht mit Menschen, denen er vertraut, und holt sich Rat. D: Er sammelt Inspiration und wartet, bis sich etwas richtig anfühlt.

Dein Wunschkunde soll sich zwischen zwei Angeboten entscheiden. Wie geht er vor?

A: Er schaut, was schneller zum Ergebnis führt, und entscheidet pragmatisch. B: Er vergleicht, analysiert und entscheidet dann rational. C: Er fragt Freunde oder Bekannte, die er respektiert. D: Er entscheidet nach Bauchgefühl, wenn es ihn begeistert, ist er dabei.

Was bringt deinen Wunschkunden so richtig aus dem Gleichgewicht?

A: Wenn er das Gefühl hat, nichts zu bewegen und auf der Stelle zu treten. B: Wenn Chaos herrscht und kein klarer Fahrplan da ist. C: Wenn der menschliche Austausch fehlt und alles nur oberflächlich bleibt. D: Wenn er sich eingeengt fühlt und keine Freiheit hat, eigene Wege zu gehen.

Welcher Buchstabe kommt am häufigsten vor?

Mostly A: Dein Kunde ist der Entscheider. Er will Ergebnisse, schnell und ohne Umwege. Dein Leadmagnet muss in fünf Minuten konsumierbar sein.

Mostly B: Dein Kunde ist der Analytiker. Er braucht Tiefe, Struktur und Fakten. Er liest alles, aber er braucht Substanz.

Mostly C: Dein Kunde ist der Beziehungsmensch. Er entscheidet über Vertrauen, nicht über Argumente. Dein Leadmagnet muss Nähe schaffen, bevor er Inhalt liefert.

Mostly D: Dein Kunde ist der Enthusiast. Er will sich einbringen, inspiriert werden und etwas erleben. Interaktivität schlägt Information.

Aber ehrlich gesagt: Das hier ist nur eine Schnelleinschätzung. Drei Fragen reichen nicht aus, um ein wirklich belastbares Kundenprofil zu erstellen. Im Businessprofiling schaue ich deutlich tiefer, mit mehr Fragen, mehr Kontext und meiner Erfahrung aus über 15 Jahren Persönlichkeitspsychologie. Wenn du wissen willst, wer dein Kunde wirklich ist und welches Format wirklich zu ihm passt, dann lass uns das gemeinsam anschauen. Komm dazu einfach mal in meine kostenfreie Teestunde.

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Formatempfehlungen auf einen Blick

Hier ist eine kompakte Übersicht, welche Formate gut zu welchen Persönlichkeitsprofilen passen. Und denk daran: Das Format allein reicht nicht. Auch der Inhalt und die Tonalität müssen auf den Typ abgestimmt sein, sonst funktioniert es nur halb so gut.

ProfilPersönlichkeitFormatWas nicht funktioniert
EntscheiderProaktiv, sachorientiert. Will Ergebnisse, keine Erklärungen.Checkliste, Schnell-Guide, Sofort-VorlageWorkbooks mit Reflexionsfragen, lange Theorieteile, weiche Formulierungen
EnthusiastProaktiv, personenbezogen. Will erleben, nicht nur lesen.Quiz, Challenge, kreatives WorkbookSachliche Reports, Tabellen, nüchterne Anleitungen ohne Persönlichkeit
BeziehungsmenschReaktiv, personenbezogen. Entscheidet über Vertrauen, braucht Führung.Schritt-für-Schritt-Anleitung, persönlicher Guide, RessourcenlisteDringlichkeitselemente, aggressive Sprache, zu viele Optionen auf einmal
AnalytikerReaktiv, sachorientiert. Vertraut keinem Versprechen ohne Beweis.Case Study, Vergleichsreport, Fakten-GuideMotivierende Storys ohne Fakten, spielerische Formate, emotionale Übertreibungen

Einen Leadmagneten bauen, der wirklich zu deiner Zielgruppe passt

Ich habe dir heute gezeigt, warum das Format genauso entscheidet wie der Inhalt, welche vier Profile es gibt und wie du anfängst, deinen Kunden durch eine andere Brille zu sehen.

Aber ich kann dir nicht sagen, welches Format für deine spezifische Zielgruppe das richtige ist, weil ich dein Business und deine Kunden nicht kenne.

Wenn du dich erst einmal unverbindlich mit mir darüber unterhalten möchtest, komm gerne in meine Teestunde. Wir schauen uns deinen Fall gemeinsam an: → Zur nächsten Teestunde

Und wenn du bereits weißt, dass du lieber direkt mit mir einen neuen Leadmagneten baust, der genau zu deiner Zielgruppe passt, dann ist der Workshop Day der richtige nächste Schritt. Wir schauen gemeinsam, wer dein Kunde wirklich ist, was ihn antreibt und welches Format ihn abholt. Und dann bauen wir etwas, das danach wirklich läuft.

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P.S. Du hast schon einen Leadmagneten, aber er zieht nicht? Dann lies zuerst das hier: Dein Leadmagnet bringt keine Leads? Hier ist, was du ändern musst